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Bio-Ethik
Runder Tisch Bioethik Ulm / Neu-Ulm


1994 gelang durch eine gezielte Indiskretion ein bis dahin geheim gehaltenes Regelwerk unter dem Kurzbegriff „Bioethik-Konvention“ an die Öffentlichkeit.
 
Dieses „Menschenrechtsübereinkommen zu Biomedizin“ - so lautet das Regelwerk, das im Auftrag des Europarates verfasst wurde, in seiner derzeit gültigen Fassung – soll die Forschung an Menschen in Medizin und Biologie mit europaweit einheitlichen Standards regeln. Sie wurde am 4. April 1997 von 21 europäischen Staaten in Oviedo (Spanien) unterzeichnet. Die Bundesrepublik Deutschland hat die Konvention – aufgrund massiver öffentlicher Kritik – bis heute nicht unterzeichnet (Stand 2013).
 
Die Kritik gegen die Konvention richtet sich insbesondere gegen den Vorrang der Forschung gegenüber den Menschenrechten (Verstoß u.a. gegen Grundgesetz Artikel 1 ); gegen den Missbrauch fremdnütziger Forschung in der Medizin (vgl. Art. 17.2 der Konvention); Forschung kann Vorrang vor Heilung bekommen; und damit gegen die Verobjektivierung des Menschen ...
 
Im Oktober 1994 wurde durch eine Initiative v.a. der Gustav-Werner-Schule,unter der Leitung von Herrn Heinz Krus, der „Runde Tisch gegen die Bioethik-Konvention“ (heute „Runder Tisch Bioethik Ulm / Neu-Ulm“) in Ulm gegründet.
Der Runde Tisch versteht sich als ein Forum aller, die sich mit ihren Fragen zur Bioethik auseinander setzen wollen.
 
Der Runde Tisch hat sich mit öffentlichen Aktionen (Straßentheater, zahllosen Vorträgen, Infoständen und Unterschriftenaktionen engagiert. Über 13.000 Unterschriften wurden durch eine Delegation des Runden Tisches 1995 der damaligen Präsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth, überreicht. Herausgegeben wurde eine „Unterrichtshilfe für Biologie-, Religions-, und Ethiklehrer“ (Verteilung an 160 Schulen in Ulm und Umgebung).
Ab 1994 formierten sich Bioethik-Gruppen, wie die Reutlinger Initiative gegen die Bioethik-Konvention und die Tübinger Initiative, die mit dem Runden Tisch Ulm im engen Kontakt standen. Es gab ca. 60 Gruppen. Viele dieser Initiativen bestehen heute nicht mehr.
 
1998 wurde von einer Arbeitsgruppe „Ethik-Charta“ ein Positionspapier erstellt, das 2004 beim Ulmer Katholikentag zum Schutz des Lebens als Grundlage diente. (siehe Ethik-Charta)
 
Die Inhalte unseres Positionspapieres mit der Liste der freien Mitarbeiter finden sie unter Positionspapier 2013.
 
Der Runde Tisch ist kein Verein; er versteht sich als eine offene Interessen- und Aktionsgruppe. Jeder, der Interesse hat, kann mitmachen. Wir wollen weiterhin Aufklärungsarbeit leisten zu aktuellen bioethischen Themen. Dazu laden wir u.a. namhafte Referenten einmal jährlich zu einer Veranstaltung ein.
Der Runde Tisch trifft sich ca. 4x im Jahr in der Volkshochschule Ulm. Bei aktuellen Aktionen öfters. Den nächsten Termin erfahren Sie bei den unten genannten Kontaktpersonen und aus unserem Schulkalender.
 
Aktuell: Vortrag von Prof. Dr. Mieth
'Ethische Entscheidungen am Anfang und
am Ende des Lebens'

 
Leitung des Runden Tisches:
 
Helga von Neubeck
Tel.: 0731 / 3805318
helgavn@gmx.de
 
Ansprechpartnerin für die Gustav-Werner-Schule:
 
Margret Geyer
Tel.: 0731 / 262272
margret.geyer@arcor.de
 
Gustav-Werner-Schule
Böfinger Weg 28
89075 Ulm
Tel.: 0731/161-3921
FAX: 0731/161-1650